Keiko

Das Training im Aikido gliedert sich in drei Bereiche, die sich gegenseitig ergänzen. ( jap. Riai ) Dazu gehören Taijutsu, Aiki Ken und Aiki Jo. Aus diesen ergeben sich weitere Technikbereiche: Tachi dori, Jo dori, Jo nage und Ken Tai Jo. Das Trainieren aller Bereiche zu gleichen Teilen, ermöglicht den Übenden einen tiefen Einblick in diese Kampfkunst. Alle Bereiche werden von Anfang an geübt.

Takemusu_Grafik

 

 

Wie in der Grafik gut zu erkennen ist, überschneiden sich im Takemusu Aikido alle Trainingsbereiche. Der Übende, der alle Bereiche gleichzeitig übt, ist in der Lage diese miteinander zu verbinden. Oft wird im Training deutlich, dass es viele Bewegungsverwandtschaften zu jeweils anderen Technikbereichen gibt. Fehlt einer dieser Teile im Aikidotraining, kann Aikido in seinem vollen Umfang nicht erfasst werden.

 

 

 

P1080764Taijutsu (Körpertechniken)

Im Taijutsu werden Wurf- und Hebeltechniken trainiert. Diese werden zuerst ausschließlich statisch ausgeführt. Hierbei werden die richtigen Abstände und Winkel zum Trainingspartner detailliert herausgearbeitet.

Da diese Trainingssequenz mit sehr viel Pausen in den Techniken Morote dori Kokyu ho2ausgeführt wird, eignet sich diese Art des Trainings vor allem für Anfänger. Wir sprechen hier auch von „Ki hon“ – der Grundform. Erst später werden die Techniken in fließender Form ausgeführt. Dann sprechen wir von„Ki no nagare“, der Form, in der die Bewegungsenergie weitergeleitet wird, ohne sie anzuhalten. Begonnen wird jedes Training mit zwei Grundübungen, die zum Fundament aller Aikidotechniken gehören. Dazu zählen „Tai no henko“ und „Morote dori- Kokyu ho“. Beendet wird jedes Training mit „Suwari waza- kokyu ho“.

 

 

Aiki Ken (Schwerttechniken)KumiTachi

Waffentechniken nehmen im Takemusu Aikido einen sehr großen Teil des Trainings ein. Wie im Taijutsu wird auch hier zunächst mit Grundübungen begonnen. In jedem Training werden ausgiebig die „Suburi“, die Einzelübungen geübt. All diese Suburi werden später in den Partnerübungen (Kumi Tachi) angewendet. Von daher ist es wichtig, wie auch im Taijutsu, hier eine solide Grundlage in den Grundübungen (Suburi) zu schaffen. In den Kumi Tachi werden die Techniken ebenfalls erst mit Pausen in den Bewegungsabläufen trainiert. Später geht man dazu über einzelne Bewegungen gleichzeitig mit dem Partner auszuführen. Erst wenn alle Winkel und Abstände zum Partner exakt heraus gearbeitet sind, geht man dazu über, alle Bewegungen einer Techniksequenz ohne Pausen auszuführen. Das Waffentraining wird jeweils mit dem Üben der Suburi beendet.

 

Aiki Jo (Techniken mit dem Stock)Kumijo_2

Das Trainieren der Stocktechniken gestaltet sich identisch zum Aiki Ken. Im Bereich Aiki Jo gibt es zusätzlich noch die 31 und die 13 Jo Kata, die hier einen großen Teil des Trainingsplans abdecken.

 

 

 

Kentai Jo_1Ken Tai Jo (Schwertabwehr mit dem Jo)

In diesem Bereich wird die Abwehr mit dem Jo gegen Schwertangriffe trainiert. Auch hier werden im Vorfeld Suburi geübt. Danach wird mit dem Training wie in den    Kumi Tachi verfahren.

 

 

 

 

Tachi dori (Schwert nehmen)

Hier wird das Entwaffnen eines mit dem Schwert bewaffneten Angreifers geübt. Zunächst werden die Techniken hier wie gewohnt mit Pausen in den Bewegungsabläufen trainiert. Später werden die Techniken in fließender Form ausgeführt. Das Tachi dori findet auch in den Kumi Tachi Anwendung. Dazu werden die Bewegungssequenzen so variiert, dass man in der Lage ist, seinen Partner durch das Tachi dori zu entwaffnen.

Tachidori_3        Tachidori_4       Tachidori_5

 

Jo dori (Jo nehmen)Jodori_1

Das Jo dori deckt den Bereich des Entwaffnen eines mit dem Jo bewaffneten Angreifers ab. Auch hier gilt: Zuerst werden die Bewegungsabläufe mit Pausen trainiert. Erst wenn Winkel und Abstände stimmen, werden die Techniken fließend ausgeführt.

 

 

 

 

Jo nage (mit dem Jo werfen)Jonage_1

Der Verteidiger hat den Jo und der Angreifer versucht ihm diesen abzunehmen. Hier werden Techniken geübt, die das verhindern sollen.

 

 

 

 

Tanken dori (Messerentwaffnung)Tankendori_1

Beim Tankendori wird die Entwaffnung eines mit einem Messer bewaffneten Angreifers geübt.

 

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